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Abnehmen – Kritik
Über alles, was man beim Abnehmen so falsch machen kann

(Zu) Ehrgeizige Ziele im Freizeitsport

Viele Menschen treiben in ihrer Freizeit Sport. Dies dient einer Vielzahl von Zielen. Man möchte etwas für die eigene Fitness tun, schlanker werden, besser aussehen, sich besser fühlen, gesünder leben, aber man möchte eben auch sportliche Leistungen erbringen. Und mit diesem Ehrgeiz, mit dem Wunsch, sportlich nicht nur aktiv, sondern eben auch erfolgreich zu sein, fangen oft die Probleme an.

Um in Wettkämpfen erfolgreich zu sein, ist auch im Freizeitbereich ein hoher Trainingsaufwand erforderlich, der nur schwer mit einer Berufstätigkeit, mit Familie, Freunden und den sonstigen Anforderungen eines ganz normalen Lebens vereinbar ist. Viele haben daher das Problem, dass sie entweder das Training nach einiger Zeit aufgeben, oder aber dass sie sich permanent überfordern, keine Zeit und Muße zur Regeneration mehr haben.

Das bedeutet natürlich, dass auf Dauer auch der Trainingserfolg ausbleibt. Wer immer nur trainiert oder sonstwie unter Anspannung steht, der hat keine Möglichkeit, von der Trainingsarbeit auch wirklich zu profitieren, denn die Leistungssteigerung findet in der Ruhephase nach dem Training statt, nicht während des Trainings. Wenn keine Zeit für diese Regeneration bleibt, dann wird das Training schnell zur sinnlosen Quälerei. Weniger ist in solchen Fällen mehr.

Hinzu kommt, dass Erfolge nicht über Nacht kommen, sondern langwierige, oft jahrelange Vorbereitungen erfordern. Diese Geduld hat nicht jeder. Viele ehrgeizige Freizeitsportler möchten nicht in einigen Jahren, sondern jetzt von ihrer intensiven Trainingsarbeit profitieren.

Solche Konstellationen, wenn der Ehrgeiz größer ist als die vorhandenen Möglichkeiten, bergen die Gefahr, dass man es mit leistungssteigernden Mitteln versucht. Denn es ist schwer, sich zu bescheiden, wenn man überzeugt ist, dass man eigentlich die nötigen Fähigkeiten hätte, nur durch äußere Umstände daran gehindert ist, sie auch zu realisieren.

Auch Menschen, die normalerweise Doping ablehnen, können dann unter Umständen zunächst mit harmlosen Mitteln, mit Eiweißdrinks oder ähnlichem, versuchen, ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern. Wenn das dann keine oder nur bescheidene Erfolge zeitigt, dann steigt das Risiko, es auch mit weniger harmlosen, eventuell auch mit illegalen Mitteln zu versuchen. In diversen Trainingseinrichtungen tummeln sich geschulte Verkäufer, die dem Trainierenden ansehen, wann er soweit ist, dass er den Verkaufsargumenten Gehör schenken wird. Und alsbald gibt es einen neuen Fall von Doping im Freizeitsport, auch wenn der Betroffene das eigentlich so gar nicht wollte.

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